Arbeitsstelle für praktische Biologie


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Buch: Ankomme 24. Dezember bei Baum und Strauch - Auszug "Zusammenfassung 4"


"Damit haben wir den Kreis geschlossen. " Die Eule fasst ein letztes Mal zusammen. "Wir sind beim Menschen und seinen Werten angelangt. Der Glaube ist bei dir, Kastanie, bestens aufgehoben. Du sprichst es klar aus: Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt. Die vereinte Konzentration unserer körperlichen, geistigen und seelischen Kräfte ist eine Macht, der das Negative niemals standhalten kann.

Hoffnung heisst auch Glauben; glauben an die Zukunft. Du, Lärche, zeigst uns an deinem Beispiel, was das heisst: Sich lösen von Ängsten und Zwängen. Neue Kräfte aufsuchen und auf die Innere Stimme hören.

Über Liebe haben wir immer wieder geredet und sie in all ihren Schattierungen kennen gelernt. Den Aspekt der Treue, der die reife Liebe im christlichen Sinn ausmacht, ist verkörpert in dir, Föhre.

Das Bild der Waage, des Masses, der Ausgewogenheit, der salomonischen Gerechtigkeit, hast Du, o Walnussbaum gezeichnet. Du balancierst die Objektivität und die Mitte aus.

Tapferkeit ist oft näher bei Angst, Verzweiflung und Mutlosigkeit als wir ahnen. Derjenige gewinnt, der an den Sieg glaubt. Einstellungen sind wichtiger als Tatsachen. Man muss dem Hindernis Eindruck machen, fest stehen, nicht nachgeben – und das Hindernis wird nicht uns, sondern sich selber zerbrechen. Dies ist es, was du, Pappel, uns sagen willst.

Besonnenheit und Weisheit sind die letzten der natürlichen Tugenden. Für Besonnenheit stehst du, Weissdorn. Beruhige dich, wisse zuerst, was du willst, dann prüfe, ob ein Sache gut ist. Ändere deine Geisteshaltung in einer Richtung, die dich dem Gewünschten nahe bringt. Der Wille zur Tat wird es dir, so Gott will, ermöglichen, dein Ziel zu erreichen. Die schöpferische Kraft des Glaubens und Vertrauens und der Liebe ist es, die unsere Ziele verwirklicht.

Vielleicht bringt uns diese Erkenntnis schon sehr nahe an die Weisheit heran.

Wir alle sind Teil eines Ganzen.

Wir alle sind Teil des göttlichen Plans. Und damit verantwortlich für uns selber, für unser Nächsten, für die Welt.

Alles, was wir tun, hat Einfluss auf alle Ebenen des Daseins. Und nur gemeinsam können wir das Gute tun.

Lasst uns in diesem Sinne das Christkind mit offenen Herzen aufnehmen.

Lasst uns mit vereinten Kräften das Gebot der Stunde erfüllen.

So findet das Christenkind bei jedem von uns Aufnahme, und nur so wird es all unser Wissen und Können, unsere Gedanken und Wünsche, in die Welt hinaustragen."

Zustimmendes Schweigen durchflutet den Wald. Ja, so wollen sie es halten: Als grosse Familie dem Besucher den Rahmen von Gemeinschaft, Liebe und Geborgenheit bieten, dessen die Aufgabe, die für sie bestimmt ist, bedarf.

Stolz blickt die Eule in die Runde, in der Gewissheit ihre Aufgabe voll und ganz erfüllt zu haben.

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