Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
Apfelmus -
Verdau-
ungsre-
gulator

Die Pflanze

Der Apfelbaum spielt in unserem Kulturraum eine grosse Rolle in der Geschichte. Man denke nur an den Reichsapfel, der für Macht und Reichtum stand, aber auch an den Liebesapfel, das Symbol für Fruchtbarkeit. Der Apfel ist Ausdruck für die Erkenntnis und die Sünde in der Bibel. Schon vor 3000 Jahren wurden Zuchtformen angebaut...

Die Wirkung

Der Apfel wirkt allgemein stärkend und aufbauend, regulierend auf die Verdauungsorgane. Der Hauptwirkstoff ist das Pektin, das auch in der Stammrinde enthalten ist. Aber auch Fruchtsäuren, Zucker, Gerbstoffe und verschiedene Enzyme sind nachgewiesen worden. In der Geschichte wurde der Apfel als fruchtbarkeitesförderndes und zahnschmerzenvertreibendes Mittel angebaut. Die heilige Hildegard von Bingen empfahl den Apfel bei Leber- und Magenschmerzen, aber auch bei Migräne. In der Küche wird das Pektin vor allem zur Zubereitung von Konfitüren und Gelées verwendet. Aber auch als Apfelmus, Apfelschnitze und in leckeren Fladen und Kuchen findet der Apfel seine Anwendung.
Innerlich und äusserlich angewendet, zeigt Pektin auch eine aufweichende Eigenschaft, die wir bei Verhärtungen und bei Narben nutzen können. Zudem werden Gefässe, die durch schlechte Versorgung und gestaute Blutzirkulation spröde und brüchig geworden sind, allmählich weicher, elastischer und dehnungsfähiger.

Grossmutter Annas Fussbad

Grossmutter Anna verwendete die Äpfel als Breiumschläge bei Wundliegen, Erfrierungen und Verbrennungen - und zur Blutbildung. Bei Störungen im Bereich der Verdauung verwendete sie geraffelte Äpfel, z.B. bei Verstopfungen. Wenn man dieses Apfelmus braun werden liess, so kehrte es seine Wirksamkeit ins Gegenteil und wirkte stopfend. Diese Tatsache hat mich immer wieder erstaunen lassen. Probieren Sie es aus!