Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
dost-
kräutertabak
gegen
depressionen

Die Pflanze

Zu einem Kräutertabak brauchen wir als Grundsubstanz Huflattich-, Waldmeister- und Ackerminzenbltter (oder Pfefferminzenblätter). Da die Pflanzen schon in der "Küche vor der Haustür" beschrieben wurden, beschränke ich mich auf die Vorstellung des Dostes.

Die würzige Pflanze, die auch unter den Namen "Wilder Majoran" oder "Oregano" bekannt ist, blüht purpurrot bis in den Oktober hinein in trockenen Gebüschen, an Waldrändern und Wegrainen. Ihr Stengel ist aufrecht, rundlich und behaart. Die Hochblätter sind rot überlaufen.

Die Wirkung

Dost besitzt wie sein Verwandter, der Majoran (Origanum majorana) schleimlösende, wassertreibende, schweisstreibende, magenstärkende, beruhigende und schmerzstillende Eigenschaften. Als Heilpflanze wird er zudem bei Verdauungsschwäche, Blähungen, mangelhafter Regel und gegen Erkältungskrankheiten eingesetzt. In der Volksheilkunde findet er auch Verwendung zur Behandlung von Ohren-, Zahn- und Halsschmerzen.. Grossmutter Anna brauchte zudem die gepulverte Dorge als Niespulver gegen Kopfschmerzen und zur Ausleitung verhärteten Schleims. Innerlich verwendete sie die Pflanze als Tee bei Krampfzuständen aller Art und gegen Depressionen. Auch gegen morgendliche Übelkeit und schlechten Atem fand der Aufguss seine Bestimmung.

Grossmutter Annas Kräutertabak gegen Krämpfe und Depressionen

Anna verwendete als Grundmischung jeweils 3/6 Huflattichblätter, 2/6 Waldmeisterblätter und 1/6 Ackerminzenblätter. Dem Gemisch wurden je nach Geschmack mehr oder weniger Dostblätter zugesetzt. Wichtig ist der Herstellungsprozess: Blätter frühmorgens pflücken, welken lassen, in einer Blechdose feststopfen, einige Wochen an der Luft stehen lassen, kleinschneiden. An der Sonne fertig trocknen lassen. Schmeckt ausgezeichnet mit einigen getrockneten Rosenblättern.