Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
Mistelbeeren-
Beruhigungs-
honig

Die Pflanze

Die Mistel findet man auf alten Obstbäumen. Sie gedeiht aber auch auf Pappeln und Linden, Föhren und Tannen. Hingegen Fichten, Kastanien, Eschen und Eichen werden fast völlig gemieden. Den Kelten galten darum Misteln auf Eichen als heilig. Druiden schnitten sie vorsichtig und unter Beschwörungsformeln mit goldenen Sicheln vom Baum. Mit den daraus bereiteten Zaubertränken erlangte man - der Überlieferung nach - Kraft, Mut und Unbesiegbarkeit...
Die Blätter des Halbschmarotzers sind gelblich. Die grünlichen unauffälligen Blüten entwickeln sich gegen den Herbst hin zu weissen, klebrigen Beeren.

Die Wirkung

An Wirkstoffen sind Cholin, Acetylcholin, Alkaloide und Vitamin C nachgewiesen worden. Die Mistel kam im Lauf der Geschichte bei Epilepsie, Hysterie, Delirium, schwachen Nerven und Krämpfen zum Einsatz. Erwiesen ist, dass die Beeren Nerven und Herz beruhigen.
Neuere Untersuchungen belegen zudem eine blutdrucksenkende, entzündungserregende, krebshemmende und immunstärkende Wirkung.
Innerlich sollten Mistelbeeren nur nach ärztlicher Verordnung eingenommen werden, da sie durchaus allergische Reaktion ausgelösen können! Äusserlich verwendet man die Früchte zum Einreiben steifer Gelenke und Schwellungen, sowie zum Beruhigen von brennenden Hämorrhoiden.

Grossmutter Annas Spezialhonig

Grossmutter Anna drückte zum Beruhigen blank liegender Nerven 2 bis 3 Beeren aus und vermischte den klebrigen Saft anschliessend mit einem Teelöffel echten Honigs. Dieser Beruhigungshonig zeitigte seine Wirkung frisch zubereitet am besten.
Für die äussere Anwendung zerdrückte Anna Mistel-beeren einfach zwischen den Fingern und rieb damit die kranken Körperstellen kräftig ein.