Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
rosmarin-
wundsalz

Die Pflanze

Rosmarin wächst in praktisch jedem Garten. Für mich persönlich ist es eine Art Allheilmittel. Wild ist er eigentlich nur in Mittelmeerländern zu finden. Rosmarin bildet einen über 1 m hoch werden Strauch, mit lederartigen, schmalen Blättern, deren Unterseite weissfilzig ist. Das aus den Blättern gewonnene ätherische Öl, welches Terpene, Gerbsäure, Kampfer und Bitterstoff enthält, bildet den Hauptwirkstoff für die Hausapotheke.

Die Wirkung

"Offiziell" hat Rosmarin vier Wirkungskreise:

-er regt die Drüsen des Magen- Darm- Kanals zu gesteigerter Tätigkeit an und löst Krämpfe in ihm. Bei schlechter Verdauung, Blähungen und Magen- Darm- Kattarrh ist er deshalb empfehlenswert.

-er regt den Blutkreislauf an und stärkt das Herz

-er regt das Ausscheidungssystem an und ist damit harn- und schweisstreibend

-er steigert die Blutabsonderung während der Regel.

Persönlich stelle ich eine ausgezeichnete Wirkung bei hartnäckigen und schlecht heilenden Wunden und Hautausschlägen fest.

Auch bei Rheumatismus, Neuralgien und Verstauchungen ist Rosmarinspiritus ( Rosmarinöl: Alkohol _ 1:50), Rosmarinöl (Apotheke, Drogerie) oder Rosmarinsalbe sicher das richtige Mittel.

Als Haarwasser soll Rosmarin gegen Haarausfall wirken.

Grossmutter Annas Rosmarin- Wundsalz

Anna verwendete den Rosmarin auf vielfältige Art und Weise: in der Küche zu Salaten, belegten Broten, Käse, Suppen und Omeletten. Als Tee mit Wermut, Eisenkraut, Salbei und Lavendel gegen Fieber. Als selbstgemachtes Rosmarinöl oder Rosmarinauszug im Haarwasser. Zum Abschrecken von Insekten vermischt mit Bier.

Das Rosmarinsalz stellte sie folgendermassen her: sie zerstampfte das frische Kraut in Salz und streute es dann über Wunden und entzündete Stellen. Das Rosmarinsalz kann ein Jahr aufbewahrt werden.