10_Die Wiese spricht

Paracelsus hat uns vieles hinterlassen. Da ist einmal seine Sympathielehre - Gleiches wirkt mit Gleichem (Homöopathie). Auf der andern Seite die sogenannte Signaturenlehre, der er zum Durchbruch (in seiner Zeit) verholfen hatte:
Ist es nicht erstaunlich, dass gelbe Pflanzen in vielen Fällen Gallenpflanzen sind (Schöllkraut, Löwenzahn), rotblühende Pflanzen oft im Blutbereich wirken (Blutweiderich, Goldmelisse), und grüne ihre vitale Lebenskraft auf den Menschen übertragen können (Brennnessel, Kalmus)? Aber auch die Form und die Beschaffenheit geben Aufschluss über die Wirkungsweise der Pflanze:
Wirken nicht herzförmige Veilchenblätter gegen Herzbeschwerden, die "Augen" der Kamille bei Augenleiden, die behaarten Blätter der Brennnessel auf den Haarwuchs?

Nach Paracelsus kann das Leiden durch eine Pflanze, die eine der Krankheit ähnliche Signatur aufweist, aus dem Körper "gezogen" werden. Auch wenn er in einer Zeit lebte, "in der die Schöpfung für den Menschen da war", und auch wenn gewisse Aussagen heute ein Stirnrunzeln verursachen, so sollte man seine Erkenntnisse keinesfalls in den Wind schlagen. Vielleicht helfen uns die Anweisungen wenigstens als "Eselsleitern".

Achten Sie beim Kräutersammeln auf die Signatur der Pflanze!

Scharbockskraut ist der beste Vitaminspender in den ersten Frühlingstagen. Bereiten Sie sich einen Salat daraus und achten Sie auf folgendes:

Es hat herzförmige Blätter und wenn man durch diese hindurch schaut, zeigen sie ein feines leberähliches Gewebe. Und als Herz- und Leberpflanze steht die Feigwurz auch in der Geschichte. Die Farbe ist gelb. Also eine Bestätigung für die Wirksamkeit im Leber/ Galle- bereich. Die Pflanze schmeckt bitter: Eine Pflanze, die die Verdauung anregt. Das dunkle Grün zeigt Vitalität (Vitamine) an. Und sehen Sie nicht zuletzt auf die Wurzelknöllchen. Wie Hämorrhoiden - nicht?

Rolf Zingg
www.factorey.ch
                    Zurück zur magischen Übersicht