19_Symbolik der Pflanzen

Viele Pflanzen sind Symbole. So steht das Maiglöckchen für Seelenreinheit und Demut. Die Christenheit sah in der Pflanze die Jungfräulichkeit Mariens bzw. das ewige Heil in Christus. Die lieblich, süss duftenden Blumen, die zu Beginn des schönsten Monats blühen sind dem Volk ein Symbol der Hoffnung auf Liebe, Glück und das Ende allen Kummers.

Stefan Lochner malte in Köln den grossen "Weltgerichtsaltar". Auf dem figurenreichen Bild blüht im Zentrum des Kampfes der guten und der bösen Mächte um die menschlichen Seelen ein Maiglöcklein. Es ist das Zeichen des in Christus ruhenden Heils, das am Platz der Entscheidung gewählt werden muss.
Lange bevor das Christentum das Symbol in seinem Sinn beanspruchte, waren die medizinische herzstärkende Wirkung des Maiglöckchens bekannt, die auf zwei Glykosiden beruht. Die Ärzte des Humanismus (16. Jahrhundert), für die es noch das Hauptherzstärkungsmittel war (Vorsicht giftig!) erwählten es als ihr Berufs- Emblem. Man nannte es "salus mundi", das Heil der Welt.
Der Arzt Ulisse Aldorandi liess sich mit Maiglöckchen und Lorbeer malen: Lorbeer, der dem Heilgott Äskulap für die Wirksamkeit seiner medizinischen Verordnungen verliehen worden war, Maiglöckchen als Symbol der Wirksamkeit von Medikamenten.

Schenken Sie Maiglöckchenduft zum Muttertag!

Ob als Strauss oder als Parfum: Maiglöckchenduft ist einzigartig. Zwar spielt dieser in der Aromatherapie eine untergeordnete Rolle, doch ist dies ein Geruch, der jeder schönen Frau ausserordentlich gut ansteht. Er verwandelt selbst von Natur aus weniger begnadete in begehrenswerte Aphroditen. Und in eine dieser Kategorien fällt sie sicher, unsere "beste Mutter aller Zeiten".

Am wichtigsten ist und bleibt aber die Symbolik: Liebe und Glück, das ist es sicher, was wir ihr wünschen.

Rolf Zingg
www.factorey.ch
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