Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
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chen-
gliedercrème

Die Pflanze

Eine der hübschesten und verkanntesten Blumen in unserm Garten ist wohl das Gänseblümchen.

Kaum ein Stück Wiese, auf dem diese zierliche Pflanze nicht Fuss fassen könnte. Das ganze Jahr über erwarten uns Blüten – die nur bei schönem Wetter geöffnet sind, grüne Blattrosetten und Knospen: Massliebchen, Tausendschönchen; die Märchenblume unserer Kinder.

Die Wirkung

Die Inhaltsstoffe der Pflanze sind schnell aufgezählt: Gerbstoffe, ätherische Öle, Bitterstoffe und Schleim.

Gänseblümchenblätter schmecken, roh genossen, angenehm nussartig und leicht sauer.

Die Blätter in Salaten (einzeln oder gemischt) regen den Stoffwechsel an und eignen sich meiner Erfahrung nach auch gut als Zutat zu einer Fastenkur.

Für die Küche lassen sich aus den Blütenknospen mit Salz und Estragonessig "Kapern" herstellen. Hervorragend ist auch ein Dipp aus Quark, etwas Olivenöl und Zwiebeln mit zerkleinerten Gänseblümchen.

Grossmutter Annas Gliedercrème

Der Tee des blühenden Krautes lindert Erkältungs-krankheiten, Schleimhautkatarrhe, Kolikschmerzen, Leberstörungen und Blasenleiden.

Als Wundkraut ist das kleine Gänseblümchen ein Riese.

Die Salbe daraus ein bewährtes Hautschutzmittel und eine Wunderwaffe im Kampf gegen Gliederschmerzen.

Grossmutter Anna schmolz zuerst 10g Bienenwachs und 50 g Wollwachs im Wasserbad, rührte 100 ml erwärmtes Rosmarin- Olivenöl dazu und mörserte anschliessend 80 ml gesiebten Gänseblümchentee tropfenweise in die Masse ein – bis es "knackte". Ein wenig Duftöl (z.B. Rosmarin) rundete die gut einziehende Hautcrème ab.