Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
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zahn–
Magenbitter

Die Pflanze

Der Löwenzahn strotzt geradezu vor Vitalität. Er enthält Unmengen von Vitamin C, Eisen und Kalium. Die Pflanze kann zudem abgeweidet werden, ohne den geringsten Schaden zu nehmen. In der Küche kann man sie für Salate und Gemüse, Kroketten, Honig und (Wurzel-) Kaffee einsetzen. Nach der makrobiotischen Ernährungslehre ist Löwenzahn eines der positivsten Nahrungsmittel für den westlichen Menschen überhaupt.

Die Wirkung

Allein schon der angenehm bittere Geschmack lässt Speichel und Verdauungssäfte fliessen.

Alle Ausscheidungsdrüsen: Leber, Galle, Milz, Bauchspeicheldrüse, Nieren werden angeregt. Damit ist der Löwenzahn mit Blättern, Wurzeln und Blüten ein wahrer Blutreiniger. Er reinigt die Haut bei Pickeln, Flechten und Ausschlägen von innen heraus.

Der Tee aus Wurzeln oder Blättern ist aber ebenso bei Arthrosen, Hexenschuss, Ischias, Bandscheibenschäden - und bei Husten und Bluthochdruck angezeigt. Zudem wird der Pflanze eine Antitumorwirkung nachgewiesen.

Nicht zuletzt ist der Löwenzahn auch eine Pflanze für die Sinne. Wir brauchen uns nur unter einem strahlendblauen Himmel mitten in das Gold einer blühenden Löwenzahnwiese zu legen, dann öffnet sich uns ein Himmelstor. Allein schon der Honigduft der Blüten macht uns trunken, gibt der Seele Flügel.

Grossmutter Annas Magenbitter

Grossmutter Anna verwendete den Löwenzahn unter anderem auch als milden Magenbitter. Dazu befreite sie zirka 20 Blütenknospen vom Grün und liess sie in ½ Liter klarem Schnaps (vorzugsweise Trester oder Korn) einige Wochen stehen. Hernach seihte sie ab und füllte das Heilmittel in die Flasche. Bei Magenproblemen oder nach schwerem Essen stand der "Löbi" (für die Erwachsenen) auf dem Tisch...