Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
Pfefferminz-
(Ackerminz-)
Kopfweh-
balsam

Die Pflanze

Von den Minzen ist uns vorwiegend die Pfefferminze bekannt. Diese kommt aber bestenfalls verwildert und in unseren Gärten vor. Die Pflanze vermehrt sich vegetativ (über Ausläufer). Deshalb blüht die "Zigeunerpflanze" jedes Jahr an einem andern Ort. In der freien Natur treffen wir hingegen auf feuchten und humusreichen Bäden die wilde Minze oder Rossminze, in Äckern die Ackerminze, an Ufern und in Wassergräben die Wasserminze an.

Die Wirkung

Minzen (vor allem die Pfefferminze) wirken verdauungsfördernd, galletreibend, krampflösend und appetitanregend. Minzen mildern Blähungen und beruhigen nach dem Erbrechen. Bei Magenbeschwerden (übersäuerter Magen, Magenverstimmung) setzt man sie ein, weil sie die Säurebildung herabsetzen und die Entleerung des Magens beschleunigen. Vor allem bei Migräne und Kopfweh werden die Minzen (in folgenden Anwendungsformen: Frischpflanze, Presssaft, Bad, Tee oder Minzenöl) gebraucht.

Frauen wissen die Minze bei schmerzhafter Regel zu schätzen, da sich die krampflösende Wirkung auch auf die Unterleibsorgane erstreckt. Zum Trocknen eignet sich eigentlich nur die Pfefferminze.

Grossmutter Annas Kopfwehbalsam

Grossmutter Anna wusste, dass Pfefferminztee sich nicht als "Zwischendurchtee" eignet. Dazu sind seine Wirkkräfte viel zu stark. Aber als Naturtee mit etwas Zitrone und Honig kam die Erfrischung schon mal auf den Tisch.

Anna holte sich aber immer wieder Hilfe bei Kopfschmerzen mit dem Pfefferminzöl, welches sie allerdings über das Reformhaus bezog. Heute ist es in jeder Drogerie erhältlich. Sie gab 6 - 8 Tropfen in einen Esslöffel Sonnenblumenöl und strich diesen Balsam, wie sie ihn nannte, gut vermischt auf die Schläfen und zwischen die Augen.

Sollte das bei Ihnen nicht die gewünschte Wirkung zeigen, versuchen Sie es einmal mit Rosmarinöl.