Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
Veilchen-
blüten-
Hautöl

Die Pflanze

So bekannt diese bescheidene und liebliche Blume ist, so häufig sie bedichtet und besungen wurde, wo wenig weiss man im allgemeinen über die in allen Pflanzenteilen reichlich enthaltenen Wirkstoffe. Im 19. Jahrhundert kandierte man zwar Veilchen als eine raffinierte Spezialität für Gutbetuchte.

Die Wirkung

Dass aber Veilchentee und Veilchensirup ein vorzügliches Hustenmittel sogar bei Keuchhusten sind, ist aber weitgehend in Vergessenheit geraten.

Wie in vielen Kräuterbüchern berichtet wird, werden Blüten und Blätter schon seit langem innerlich und äusserlich bei Krebs, Geschwüren, Furunkeln, Abszessen, Pickeln, geschwollenen Drüsen, Leber- und Nierenleiden und Gallensteinen verwendet.

Da beide Teile erweichend wirken, nimmt man sie auch zur Herstellung von Hautlotionen und Salben. Innerlich als Tee und äusserlich als kalte Packung verwendet, wirkt das Veilchen sehr lindernd auf die Kopfgegend. Gewisse Autoren behaupten sogar, dass die Pflanze bei nervlichen Störungen und zur Verbesserung des Gedächtnisses geeignet sei. Sicher ist, dass Fussbäder mit einem Absud aus Veilchenwurzel zu ruhigem Schlaf verhelfen.

Grossmutter Annas Hautöl

Für alle Hautschäden hatte Grossmutter Anna ein Lieblingsrezept:

1 Liter duftende Veilchenblüten und 250ml Sonnenblumenöl bereitstellen

Veilchenblüten mit dem Öl 45 Minuten bei schwacher Hitze köcheln. Erkalten lassen. Mischung in ein Glas geben und 4 Tage in die Sonne stellen. Öl durch ein Tuch filtern und in dunkle Flaschen abfüllen. Luftdicht verschliessen und an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren.