Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
Baumnuss-
Träsch

Die Pflanze

Der Baum (Walnussbaum) ist jedermann bekannt. Seine Nüsse sind vor allem zur Weihnachtszeit recht beliebt. Griechen und Römer betrachteten die Früchte als Speise der Götter. Der Nussbaum galt zu allen Zeiten als Fruchtbarkeitssymbol.

Blätter und Zwiebeln enthalten ätherische Öle, Dass die Nuss schwer verdaulich ist und Kopfschmerzen verursachen kann, war schon Dioskurides bekannt. Selbst der Geruch des Baumes kann einen "schweren Kopf" bringen. In einigen Gegenden der Schweiz warnt man davor, unter einem Nussbaum einzuschlafen. Das könne zum Tod führen....... Tatsache ist, dass Pflanzen und Insekten den Nussbaum meiden.

Die Wirkung

Die Blätter und Schalen werden innerlich von Alters her bei Hautunreinheiten (Akne, Herpes, Ekzem, Schorf, Flechten), bei chronischen Katarrhen, bei Lymphdrüsen-schwellungen, Blutarmut und bei Krampfadern verwendet. Äusserlich zeigen sie auch eine gute Wirkung bei Augenent-zündungen. Baumnussblätter vertreiben Mücken, Wanzen und Läuse und halten Fliegen fern.

Der Nusslikör wird zur allgemeinen Stärkung herangezogen und eine Nusstinktur soll in einer täglichen Anwendung die Impotenz des Mannes beheben. Das Kauen der Nüsse zeigt bei Gedächtnisschwäche einigen Erfolg.

Der Nussbaum wird auch in der Bachblütentherapie, zum Färben von Stoffen und in der Kosmetik verwendet.

Rezept: Baumnussträsch

VORBEREITUNG

16 grüne, noch weiche Nüsse pro Liter Nuss- Träsch sammeln.

DURCHFÜHRUNG

Nüsse vierteilen und in Trester aufweichen. An einem warmen, sonnigen Ort gären lassen. Nach 40 Tagen abgiessen. Nelke, Zimt,... und Zucker (240 g pro Liter) zugeben. Das Ganze 20 Tage ziehen lassen. Nuss- Träsch abfiltrieren und in Flaschen füllen.

MERKE

Der Digestif hat jetzt die Farbe dunklen, kräftigen Kaffees und ein warmes, würziges Bouquet