Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
Pain de Soleil
(Eichenbrot)

Die Pflanze

Die Eiche ist ganz klar mein Lieblingsbaum. Sie vermittelt Verantwortung, Kraft und Ausdauer. Als Götterbaum weihten die Griechen sie dem Zeus, die Römer dem Jupiter, die Kelten dem Taranis. In der Volksheilkunde, der Homöopathie, der Bachblütentherapie und in der Kosmetik spielt sie eine bedeutende Rolle. In der Baumtherapie vermittelt sie kraftvolles, verantwortungsbewusstes Denken.

Die Wirkung

Die Eiche wird vor allem als Tankstelle nach kraftrau-benden Erkrankungen eingesetzt.

Mit den Kräften der Rinde und Blätter (Gerb- und Bitterstoffe) schrumpft sie Wunden, Schleimhaut-entzündungen und festigt ausdauernd das Gewebe bei Verbrennungen. Sie hilft mit bei der Narbenbildung.

Ausschläge und Hautkrankheiten entfernt sie. Eichenrindenabsud ist ein wirkungsvolles Mittel gegen Hämorrhoiden und Fussschweiss.

Die Früchte enthalten fettes Öl, Zucker, Stärke, Eiweiss und Säuren. Innerlich werden sie oft bei Durchfall, Magen- Darm- Katarrh, Blasenleiden und Blutungen eingesetzt.

Rezept: Pain de Soleil

VORBEREITUNG

2 Handvoll Eicheln vierteln und schälen. 1 Tag in Wasser einlegen, dieses immer wieder wechseln. Eicheln 30 min. kochen, Wasser immer wieder abgiessen. Trocknen lassen (ev. Backofen 100 Grad, 30 min.). Mahlen.

DURCHFÜHRUNG

Teig: 2:1 Ruchmehl : Eichelmehl, gut mischen. 2dl Wasser, 20g Hefe (in Wasser gelöst), 1,5 TL Salz.

Gut kneten, bis Teig nicht mehr klebrig ist, eine Kugel formen und bedeckt über Nacht im Kühlschrank aufgehen lassen.

Brot: Sonne einschneiden und 2 Stunden an Sonne stellen. Backofen auf 220 Grad vorheizen, feuerfestes Gefäss mit 1-2dl Wasser beistellen. Brot auf der untersten Rille 20 min. backen. Reduktion der Temperatur auf 180 Grad. 30min weiterbacken.

Heisses Brot mit Wasser bestreichen und gut auskühlen lassen.

MERKE

Passt gut zu Mostbröckli, Käse und Honigbutter.