Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
Holderzone

Die Pflanze

Der Holunder tritt bei uns in drei Arten in Erscheinung. Als schwarzer Holunder, mit dem wir uns heute befassen. Als roter Holunder, dessen Beeren ebenfalls essbar sind (mit Ausnahme der Kerne) und als giftiger, widerlich stinkender Attich, den man in feuchten Waldlichtungen findet.

Der schwarze Holunder ist eine der besten Heilpflanzen überhaupt. Alle Teile lassen sich verwenden, die Wurzel für die Niere, die Rinde gegen epileptische Anfälle, die Blätter äusserlich gegen Ekzeme, die Blüten und die Früchte.

Von ihnen reden wir heute, nachdem wir uns im Vorsommer intensiv mit seinen Blüten befasst haben.

Die Wirkung

Juliette de Baïracli Levy empfiehlt in ihrem ausgezeichneten "Kräuterhandbuch für Menschen" die Holunderbeeren bei Halsweh und Husten, bei Anämie, Mandelinfektionen und bösartigen Hautgeschwüren.

Aber auch bei Verbrennungen und Verbrühungen leisten die Früchte ausgezeichnete Dienste. Zudem wirken sie mild abführend. Holderbeeren werden auch als Nervenstärkungsmittel eingesetzt.

Kein Wunder bei dem Riesenvorrat an Vitamin A, B, C, Zucker und Fruchtsäuren. Holunderbeeren sollen nie roh genossen werden.

Rezept: Holderzone

VORBEREITUNG

Für das Rezept aus Grossmutters Küche brauchen wir: 500g schwarzen Holunder, 5dl Wasser, 200g Zucker und 1 Esslöffel Maizena.

Beeren sauber strüpfeln und kurz waschen.

DURCHFÜHRUNG

Beeren und Wasser in eine Pfanne geben. Zum Kochen bringen. Den Zucker einrühren und das in wenig Wasser gelöste Maizena beigeben. Zirka 5 Minuten köcheln lassen. Sobald die Beeren lumpig sind, vom Feuer nehmen.

MERKE

Besonders schmackhaft wird das gesunde Mahl mit kleinen, in Butter gerösteten Brotwürfeli drauf. Griessschnitten dazu servieren.