Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
Kräutertabak
mit Huflattich-
blättern

Die Pflanzen

Tabak haben die männlichen Bewohner unseres Erdballs zu allen Zeiten in immer wieder anderer Zusammensetzung hergestellt.

Der Tabak, der heute kommerziell vertrieben wird, erhält seinen typischen Geschmack erst nach einem komplizierten Gärungsprozess. Ein selbst hergestellter Feld- Wald- und Wiesentabak vermag jedoch durchaus einen eigenen Genuss zu bieten.

Die Wirkungen

Es eignen sich verschieden Pflanzen ganz ausgezeichnet für die Tabakherstellung. (Vorsicht bei stark riechenden Lippenblütlern, sie können, für sich allein geraucht, die Herztätigkeit schädlich beeinflussen.)

Mögliche Tabakpflanzen:

Ackerminze, Ampfer, Arnika, Baumnuss, Birke, Eiche, Holder, Huflattich, Kirsche, Lavendel, Linde, Melisse, Majoranblüten, Schafgarbe, Tymianblüten, Waldmeister.

Zu den Huflattichblättern

hustenlösend, auswurffördernd, fieberwidrig, magen- darmstärkend, entzündungswidrig, harntreibend

Zu den Ackerminzenblättern

krampflösend, schmerzstillend, galletreibend, entzündungswidrig, belebend

Zu den Waldmeisterblättern

gefässerweiternd, krampflösend, entzündungswidrig, leicht harn- schweisstreibend, beruhigend

Rezept: Kräutertabak

VORBEREITUNG

Blätter langsam in Schatten trocknen. Wenn welktrocken, in Blechdose feststopfen, einige Wochen an der Luft stehen lassen. Kleinschneiden. An Sonne fertig trocknen lassen. Ev. mit getrockneten Rosenblumenblättern mischen.

DURCHFÜHRUNG

Für das Grundrezept des Kräutertabaks verwenden wir 3/6 Huflattichblätter, 2/6 Waldmeisterblätter und 1/6 Ackerminzenblätter (ev. Pfefferminze). Weitere Pflanzen nach Geschmack zumischen.

MERKE

In einer Holz- oder Tonpfeife rauchen.