Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
Thymian - Essig

Die Pflanze

Thymian ist eine Gewürzpflanze, die bei uns oft an Wegrändern, Böschungen und in eher trockenen Wiesen zu finden ist. In manchen Alpgegenden ist er allgegenwärtig und auch in Gärten wird er kultiviert.* Thymian, mit seinen lilafarbenen Blütchen liebt die Sonne. An seinem typischen Geruch (Blatt zerreiben) ist er eindeutig zu erkennen.

Die Wirkung

Rudolf Steiner, der Antroposoph, entdeckte, dass eine Pflanze dann eine Heilpflanze ist, wenn sie optisch vom Verhältnis "Wurzel: Blatt: Blüte/ Frucht = 1:1:1" abweicht. Thymian besteht vorwiegend aus Blättern. Blattwesen, wie er sie nannte, wirken auf Atmung und das Blutsystem inklusive Verdauung ein.

So ist er ein vorzügliches Mittel bei Erkältungskrankheiten, Keuch- und Krampfhusten, bei Bronchitis, Asthma und bei schlechtem Atem. Aber auch bei Verdauungs-beschwerden und bei übermässigen Menstruationsblutungen wird er oft verwendet.

Äusserlich kann man ihn bei Abzessen, Furunkeln und allen Schwellungen und eitrigen Stellen einsetzen.

Sein ätherisches Öl (Thymol) ist wegen der keimtötenden Eigenschaften in vielen Substanzen (Desinfektionsmittel, Zahnpasten, Haarwasser) enthalten.

Ich persönlich brauche Thymian auch bei Kopfschmerzen und als fiebertreibendes Mittel.

Rezept: Thymian – Essig

VORBEREITUNG

Kräuter kurz waschen und mit Küchentuch trocknen.

DURCHFÜHRUNG

Eine Handvoll Kräuter mit einem Liter Essig übergiessen. Flasche anschliessend verschliessen und an einen hellen Platz stellen. Nach zwei Wochen abfiltrieren.

MERKE

Der Säuregehalt des Essigs sollte mindestens sechs Prozent betragen, sonst kann es passieren, dass sich der Essig trübt oder dass er schlicht und einfach "umkippt". Deshalb keinen Obst- oder Apfelessig verwenden. Richtig angesetzt ist Thymianessig sehr lange haltbar.

*Es handelt sich hier um verschiedene Thymianarten, die aber im grossen Ganzen die gleiche Wirkung zeigen