Arbeitsstelle für praktische Biologie


 
Wiesenkerbel
- Crèmesuppe

Die Pflanze

Die Familie der Schirmblütler ist reich an Alkaloiden und ätherischen Ölen. Sie bringt Arzneimittel, Gewürze und stärkste Gifte hervor. Karotte, Sellerie, Petersilie und Fenchel gehören dazu, aber auch Kümmel, Maggikraut und Anis. Der gefleckte Schierling, mit dem Sokrates getötet wurde, ist ebenfalls Mitglied dieser Familie. Der Wiesenkerbel wurde früher für Apotheke und Küche oft als Topfpflanze gezogen.

Die Wirkung

Medizinisch nutzte man ihn vor allem, weil er dem Körper, vor allem aber dem Hirn, Spannkraft verleiht. Meine Grossmutter wusste noch, dass er bei schlechtem Gedächtnis und bei Depressionen hervorragend wirken soll.

Die ganze Pflanze ist aber auch heilsam für das gesamte Verdauungssystem.

Wohlbekannt ist der Wiesenkerbel, wie der Gartenkerbel auch, als Würzkraut für Salate, Buttersaucen und im Omelett.

Zudem verfeinert er den Brotteig und gibt ihm einen guten Geschmack. Erinnern Sie sich noch an ihr letztes Brot in der Provence...

Rezept: Wiesenkerbel- Crèmesuppe

VORBEREITUNG

Pflanzen gut waschen

DURCHFÜHRUNG

1 Liter Wasser mit 1 Tl. Hühnerbouillon zum Kochen bringen. 250 g Kartoffeln in Würfeln beigeben und 30 Min. weiterkochen. 200g Lauch in Streifen pürieren und nochmals vors Kochen bringen. Mit Salz und Pfeffer würzen. 4 Löffel Kerbel feingehackt beifügen. Mit 2 dl Rahm abschmecken.

MERKE

Da Kerbelsuppen und –saucen durchs Stehen die appetitlich grüne Farbe verlieren, sollten sie sofort serviert werden.

Dieses Rezept lässt sich auch mit jungen Blättern von Wiesenschaumkraut, Giersch, Sauerampfer und Brennessel zubereiten.